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09.06.2012 Heimreise aus Osaka

Geschrieben von randy , 09 June 2012 · 1803 Aufrufe

Ich bin wieder lange vor meinem Wecker aufgewacht. So hatte ich aber wenigstens genug Zeit zum fertig packen! Frühstück fiel heute dann erstmal flach, weil ich 7:03 am Bahnhof Osaka sein musste. Immerhin würde ich ja dann so früh am Flughafen sein daß es dort locker noch für Frühstück und Shopping reichen sollte.

Bis kurz vor Tennoji ging auch alles wie geplant - aber dann blieb der Zug mitten auf der Strecke stehen. Es wurden mehrere Durchsagen getätigt bei denen ich nur "taihen" und "Tennoji" verstehenen konnte. Kein einziges Wort auf Englisch. Nach einer Viertelstunde wurde dann auf den Monitoren des Zuges ein Text angezeigt - auch wieder nur in Japanisch - auf dem immerhin zu erkennen war wann es weiter gehen sollte. Die Uhrzeit wurde dann auch mehrfach korrigiert und plötzlich fur der Zug rückwärts zum vorhergehenden Bahnhof wieder zurück. Dort haben ganz viele Japaner mit Koffern zielstrebig den Zug verlassen und nur wenige sind zurückgeblieben. Weit und breit kein Schaffner oder ähnliches zu sehen und der eingeblendete Text gab irgendwie auch keine weiteren Informationen für mich her - also habe ich weiter gewartet.

Im Nachhinein habe ich dann erfahren daß sich im Bahnhof Tennoji ein Mann über 70 vor den zug gewrfen hatte und der ihm den Kopf vom Hals getrennt hat. Deswegen kam es dann zur Stillegung einer Strecke und Teilstillegung einer Anderen. Tennoji scheint ein echtes Nadelöhr zu sein! Es waren davon etwa 30.000 Reisende betroffen

Nach einer guten Stunde ging es dann plötzlich weiter, und ich war dann recht zuversichtlich daß ich immer noch ein gutes Zeitpolster hätte. Solange bis der Zug 2 Stationen vor dem Flughafen nochmal anhielt. Hier werden normalerweise die hinteren Wagons des Zuges abgehängt und nur die vorderen 4 fahren weiter zum Flughafen. Allerdings ging dann ein(!) Schaffner durch und hat die vordren 4 wagen geräumt. Der nächste Zug komme gleich und wir sollen doch bitte entschuldigen daß dieser jetzt entfalle! Bis das die Wägen dann leer waren verging noch eine ganze Weile - eine mehrsprachige Lautsprecherdurchsage wäre wohl irgendwie effektiver gewesen.

Als der Zug dann endlich weiterfahren konnte und der Bahnhof wieder frei für den nächsten Zug wurde, kam der dann auch wirklich sofort und ist wie versprochen auch zügig zum Flughafen  gefahren - aber mein Zeitpolster war damit komplett weg und von wegen 2 Stunden vor dem einchecken da sein, konnte ich vergessen!

Am Flughafen habe ich dann gleich sehen dürfen daß die Zeit fürs Boarding früher war als gedacht - fast 45 min vor dem Abflug! auch das noch, wo es doch sowieso schon eng wurde. Vor dem Finair-Schalter war dann zum Glück nur noch eine erträglich lange Schlange die noch dadurch entschärft wurde das auch der Business-Schalter die Economy-Konden mit abgearbeitet hat. Irgendwie fliegen wohl Samstags nicht so viele Business Class, oder? Für den Langstreckenflug waren dann nur noch Sitzplätze mittendrinn übrig, aber ich war immerhin froh doch rechtzeitig da zu sein - und für die letzte Strecke von Helsinki nach Frankfurt würde ich aber einen Fensterplatz bekommen.

Als nächstes Passkontrolle, Securitycheck und Port suchen! Neenbei habe ich noch ganz schnell wenigstens ein Sandwich und was zu trinken holen können. Schliesslich war ich ja immer noch nüchtern! Am Port hat es gerade noch gereicht das dann schnell zu futtern, dann ging es schon wieder weiter zum Boarding! Bei der Kontrolle der Boardingkarte gab das Gerät dann einen Alarmton und ich hab schon befürchtet es sei vielleicht etwas mit meinem Gepäck oder so - aber Nein! Es kam zur ersten netten Überraschung des Tages! Ich habe eine neue Platzkarte bekommen für einen Fensterplatz! Und zu meiner Freude blieb der Platz daneben dann auch noch leer! Das hiess ich werde diesmal wirklich genug Platz für meine Füsslein bekommen!

Der Flug selber war recht angenehm. Es gab diesmal keine Lärmquellen und die Mahlzeiten waren eine nette Ablenkung. Nur für die Zukunft sollte ich mir merken daß es keinen Sinn macht vor Ende der ersten Mahlzeit irgendeinen Film anfangen zu gucken! Der wird so oft von irgendwelchen Ansagen in 3 Sprachen unterbrochen, daß es nicht wirklich Sinn macht!

In Helsinki ging es dann nochmal durch die Kontrolle und zum Gate. Dort wurde dann gerade die Maschine nach Rom abgearbeitet. Sitzplätze zm warten gabe es deswegen dann erstmal keine. Dafür war dann eine lautstarke Meute an Europäern (davon auch reichlich Deutsche) die mir wieder deutlich gemacht haben daß Japan doch irgendwie ein leises Land ist. Es gibt dort zwar auch jede Menge Lärm und vor allem reichlich Lautsprecher- und Bandansagen, aber die Menschen sind leiser und rücksichtsvoller. Da stellt sich (fast) niemand neben einem und blökt lautstark in sein Telefon.

Interessanterweise hatte die innereuropäische Maschine der Finair dann wesentlich weitere Sitzabstände als die Langstreckenmaschine. Normalerweise ist das ja eher umgekehrt. Aber so waren die letzten Stunden nach Frankfurt ja auch kein Problem.

In der Gepäckabfertigung war mein Koffer dann der Erste der vom Band lief - aber für den früheren Zug war es dann trotzdem schon zu spät! Also noch gut 50 min am Fernbahnhof vom Flughafen gewartet. Als der Zug dann ankam waren reichlichst Leute mit Koffern am Bahnsteig und der Zug war bereits gut gefüllt. Bis Mannheim standen wir dann auch alle recht dicht gequetscht zwischen Koffern und Menschen - die Deutsche Bahn hatte den gewohnten Komfort und ich habe die geräumigen Züge in Japan mit einer angenehmen Taktung echt vermisst!

In Karlsruhe wurde ich dann von ria am Bahnsteig eingesammelt und nach hause gebracht. mittlerweile war ich über 21h unterwegs und es war echt Zeit fürs Bett. Und so bin ich wieder zurück aus einem angenehmen Urlaub und mit vielen Erinnerungen!

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