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Chihayafuru - mein Lieblingsanime



難波津に 咲くやこの花 冬ごもり いまを春べと 咲くやこの花
(- Naniwa Bay, now the flower blooms, but for winter.
Here comes spring, now the flower blooms. )


Dieses Gedicht wird zu Beginn jedes kyōgi karuta (competetive karuta) Matches vorgetragen. Karuta ist eine sehr alte japanische Sportart, bei der zwei Personen sich auf Knien gegenüber befinden und zwischen ihnen Karten mit Gedichtversen befinden. Es wird jeweils die erste Hälfte vorgelesen und die Spieler müssen die passende zweite Hälfte, die auf den Karten gedruckt sind, aus dem Spielfeld schlagen. (Hier das Queen Match von 2016:



Im Anime Chihayafuru vom Studio Madhouse aus dem Jahr 2011 (Staffel 2 2013) geht es genau um diesen Sport. In dieser Review wollen Maru und ich darlegen, warum nicht nur dieser Anime unser beider Lieblingsanime, sondern auch der Main Charakter Chihaya unser Lieblingscharakter ist.
Titel: Chihayafuru
Originaltitel: ちはやふる
Studio: Madhouse Studios
Episoden: 25/25 + 1 OVA

Inhalt:
Ayase Chihaya lernt in ihrer Kindheit durch Arata Kousei das kompetetive Karuta kennen. Zusammen mit Taichi Hanashima treten sie zu dritt an einem Turnier an und werden Freunde. Kurz darauf zieht Arata um und das „Team Chihaya“ löst sich auf.
4 Jahre später gehen Taichi und Chihaya im Alter von 16 Jahren auf die Mizusawa High School und ihr Ziel ist es dort einen Karuta Club zu starten. Tatsächlich finden sie auch Mitstreiter und treten so in verschiedenen Gruppenturnieren sowie in Einzelturnieren an, um in höhere Klassen aufzusteigen, um dann den amtierenden Master und die amtierende Queen (bester männlicher/weiblicher Spieler) herausfordern zu dürfen. Im Laufe der Serie nimmt Chihaya immer mehr Kontakt mit Arata auf, der anfangs wegen dem Tod seines Großvaters, der ein ehemaliger Master war, mit Karuta aufgehört hat. Doch nach einem Entschluss, wieder anzufangen, verfolgt er wieder seinen Traum selber einmal Master zu werden.

Persönlicher Eindruck:
Maru:

Bei meiner Faszination für diesen Anime ist es schwer anzufangen. Am einfachsten ist es am stärksten Punkt des Anime anzufangen: seinen Charakteren insbesondere Chihaya Ayase, die zu Beginn 16 Jahre alt ist und sich in der Highschool befindet. Ihr Ziel war es Gründung eines Karuta Clubs und die Spitze des Wettbewerbskaruta zureichen und somit den Titel Queen zu erhalten. Ihre Persönlichkeit kann man als einzigartig bezeichnen. Sie ist ehrgeizig, optimistisch und eine Frohnatur. Aber wenn sie Karuta spielt ist sie ganz anders und dort lebt sie ihre Leidenschaft aus und strahlt eine Aura der Freude und Eleganz aus, die ansteckend ist.
Doch sie ist nicht  der einzige starke Charakter der Serie. Jeder von ihnen möchte Seine eigene Geschichte erzählen, die so wirkt als könnte man daraus sein eigenes Spin-Off machen. Sei die Unterstuflerin, die wegen dem Aussehen des Clubchefs Taichi dem Club beitritt und dann im Laufe der Zeit von der Faszination des Sports mitgerissen wird. Oder auch beispielsweise der Kapitän einer anderen Schulmannschaft, der trotz der Tatsache der Schwächste im Team zu sein, sein Team zum Sieg führen möchte. Die Geschichte wird durch diese Charaktere und Ihre Bindung zueinander getrieben. Leider entkommt daher die Serie auch nicht dem manchen Clichés wie Dreiecksbeziehungen, und Liebesdrama, die aber durch hervorragende Spannung, Humor und die Verbundenheit zu den Charakter mir fast nicht aufgefallen sind und zum Teil egal gewesen sind. Auch ist der Soundtrack, der es schafft die Stimmung einer Szene einzufangen, nicht zu unterschätzen und damit auch den wundervollen Artstil, der mich sehr an Shojo Anime erinnert, zu verstärken.

Jonny:

Meiner Meinung nach hat Chihayafuru den perfekten Charaktercast. Kein Charakter fühlt sich überflüssig an oder fällt irgendwie negativ auf. Die Synergie zwischen jedem der 5 (in Staffel 2 7) Clubmitglieder ist super und auch außerhalb des Clubs wirken alle Nebencharaktere, die halbwegs wichtig sind, nicht langweilig. Im Club selbst hat jeder einen anderen Bezug zu Karuta beziehungsweise ein eigene Motivation. Sei es beispielsweise ihr Teamcapitän Ayase Chihaya, Kanade Oe, die nicht nur jedes der 100 Gedichte kennt, sondern auch jeweils die Entstehung und Bedeutung weiß, oder Clubchef Taichi Mashima, der sich die ganze Zeit damit quält noch nicht in Klasse A (höchste Klasse im Karuta) zu sein. Chihaya selbst ist mein absoluter Lieblingscharakter. Sie ist eine wahre Frohnatur, sehr hübsch und nimmt das Leben sehr locker und macht sich über die Zukunft wenig Gedanken. Sumire Hanano hat sie in Staffel ganz gut beschrieben: „She´s pretty, clueless and dumb...she's every girl's enemy.“ Dafür ist sie aber umso energischer was Karuta betrifft und übt fast jeden Tag entweder zu Hause oder im örtlichen Karutaverein. Sie ist ziemlich naiv und oft ahnungslos, insbesondere wenn es um Liebe geht. Wenn sie allerdings Karuta spielt, ändert sich das schlagartig. Sie wird sehr konzentriert und ernst. Dennoch strahlt dabei eine solche Eleganz aus, dass man richtig ins Match mitgezogen wird und auch ihre Begeisterung für den Sport nachvollziehen kann. Ihre Verrücktheit ist meine Lieblingseigenschaft, denn da geht die Comedy der Serie voll auf macht die Mischung von Spannung und Humor der Serie perfekt. Mit zunehmenden Fortschritt kommt das Love-Triangle zwischen Chihaya, Taichi und Arata zum Vorschein und bringt noch weiteren Schwung in die Charakterdynamik rein.
Man sieht wie jeder immer mehr Spielerfahrung sammelt und einen individuellen Spielstil entwickelt. Selbst die Schüler anderer Clubs sind so interessant, dass man am liebsten beiden Teams den Sieg wünscht. Während den Turnieren entstehen auch kleine Rivalitäten, die (meistens) freundschaftlicher Natur sind.

Von der Story her muss man ums kurz zu fassen nicht viel erwarten, denn es ist quasi ein typischer Sport-School-Club Anime: Clubgründung, trainieren, Turnier. Ich fand die Länge der jeweiligen Teile nicht zu kurz oder zu lang. Kurz gesagt: das Pacing hat gepasst.

Den Soundtrack schafft es sowohl an den ruhigen, humorvollen und spannenden Momenten die Atmosphäre weiter zu unterstützen. Sehr gut dabei hat mir das „Chihaya“ Theme gefallen, welches gerade bei den wichtigen Matches läuft und somit die Höhepunkte der Serie weiter aufbaut.

Fazit:
Chihayafuru reiht sich perfekt in die beliebten Sport Anime der letzten Jahre ein, ohne sich verstecken zu müssen. Mit einem sympathischen und interessanten Cast stellt dieser Anime auch einer der Besten School-Club Anime der letzten Jahre dar. Jedem, der mit diesen Genres gut zurecht kommt, sprechen sowohl Maru als ich die größte Empfehlung aus.

PS:
Lasst euch von den ersten 4 Folgen nicht verunsichern. Das ist der Kindheits-Recap und mit Abstand der schwächste Teil der Serie.




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