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Watamote



Bildquelle: Sentai Filmworks
Die fünfzehnjährige Tomoko Kuroki spielt gerne Otome Games (Das weibliche Äquivalent zu Dating Games für Männer) und hat so die Illusion in ihrem Kopf geschaffen, dass sie "beliebt" sei. Die Realität ist jedoch leider sehr fern von dieser Vorstellung, denn nach einigen Monaten auf der Highschool merkt sie nämlich, dass sie eigentlich ein kompletter Aussenseiter ist und schon Probleme hat, nur mit anderen Menschen zu sprechen. Daraufhin beschließt Tomoko, sich und ihr Leben grundlegend zu verändern. Doch ob das so einfach ist und gut ausgehen kann?
Titel: Watamote
Originaltitel: 私がモテないのはどう考えてもお前らが悪い!
Studio: Silver Link
Episoden: 2 Ongoing

Inhalt:
So hier mein erster Review zu einem der neuen Animes der Summer Season! Watamote oder voll ausgeschrieben "Watashi ga Motenai no wa dō Kangaetemo Omaera ga Warui!" und übersetzt "Egal wie man es auch sieht, seid ihr schuld, dass ich so unbeliebt bin!" ist im Kern eine schwarze Komödie, die sich um das Leben Tomoko Kurokis dreht und diese dabei verfolgt wie sie versucht ihre sozialen Fähigkeiten zu verbessern und dabei bislang kläglich scheitert.

Folge 1
Tomoko definiert, was unbeliebte Mädchen ausmacht und baut sich selbst auf, indem sie so tut, als ob davon nichts auf sie zutreffen würde und ist voller Zuversicht und Hoffnung, dass die Highschoolzeit der beste Teil im Leben eines Mädchen ist. Doch einige Monate später ist Tomokos Illusion geplatzt und sie weiß nicht warum. Zuhause versucht sie im Internet Tipps zu finden, wie man sich hübscher und süßer machen kann und probiert dies direkt am eigenen Körper aus. Ihr erstes "Opfer" ist ihr kleiner Bruder Tomoki, der ein Jahr jünger ist. Sie stellt sich "aufgestylt" vor ihn und hofft auf eine positive Reaktion, doch was kommt, ist ein Kommentar "Unglaublich hässlich!", wonach Tomoki erst merkt, dass es seine Schwester ist. Damit ist es aber noch nicht zu Ende. Tomoko plant ihren Bruder noch viel mehr zu belästigen und zwingt ihn, sich jeden Tag mindestens eine Stunde lang mit ihr zu unterhalten, da sie gemerkt hat, dass sie mittlerweile nicht einmal mehr in der Lage ist, eine normale Unterhaltung mit einem fremden Menschen zu führen und Training braucht um diese Fähigkeit wieder zu erlangen. Schließlich droht sie mit Selbstmord sollte er ihrer Forderung nicht nachkommen. Am nächsten Tag geht Tomoko in die Stadt, um zu feiern, dass sie erfolgreich "Tschüss" zum Lehrer sagen konnte, kommt aber in eine unangenehme Situation als ihre Klassenkameraden sich im Mc Donalds an den Tisch neben sie setzen. Tomoko überlegt sich nun, wie sie am besten fliehen kann ohne Kontakt mit ihren Klassenkameraden aufnehmen zu müssen, da diese ihre Präsenz noch nicht bemerkt haben und beschließt kurzerhand sich erneut "aufzubrezeln". Nun kann sie sich unerkannt davonschleichen. Auf der Treppe begegnet sie jedoch zufällig ihrem Bruder Tomoki und seinen Freunden, die sie als hässliche Kuh bezeichnen. Niedergeschlagen sitzt Tomoko im Park auf einer Schaukel, bis ihr Bruder kommt und sie abholt.

Persönlicher Eindruck:
Watamote nimmt kein Blatt vor den Mund und hat keine Probleme damit seine Protagonistin zur Belustigung anderer durch den Dreck zu ziehen, doch letzten Ende ist Tomoko selbst schuld an ihrer Situation. Tomoko hat sich lange Zeit in ihrer Fantasiewelt versteckt, in der sie sich selbst eingeredet hat, dass sie beliebt sei und versteht nun nicht, weshalb sie eine Aussenseiterin ist. Sie merkt nicht, dass sie selbst zuerst hätte auf andere Menschen zugehen müssen, anstatt einfach nur zu warten bis Freunde plötzlich aus dem Nichts auftauchen, so wie sie es getan hat. Dazu kommt ihre Vorstellung davon, dass sie beliebter werden kann, nur indem sie ihr Äußeres verändert - was auch total falsch ist, bevor sie etwas an ihrem Charakter ändert. Gleichzeitig verachtet Tomoko auch noch ihre Mitmenschen, die normal miteinander umgehen, obwohl sie sich selbst genau das wünscht.

Auf der anderen Seite denke ich, kann sich jeder irgendwie auch ein wenig mit Tomoko identifizieren, da es niemals einfach ist, in einem neuen Umfeld Fuß zu fassen oder den ersten Schritt zu machen und auf andere zu zugehen. Das Interessante an diesem Anime wird sein, ob es den Machern gelingt, eine glaubwürdige Transformation Tomokos zu einem offeneren und selbstbewussteren Menschen durchzuführen.

Der Humor in dieser Serie ist sehr dunkel sogar schwarz kann man sagen, denn die meisten Jokes sind nach dem Schema das Tomoko irgend eine Karotte vorgehalten bekommt und diese ihr dann schnell wieder weggenommen wird. Doch im Gesamtbild erscheinen sie gar nicht so fies, da Tomoko selbst Dinge immer auf lächerlich übertriebene Art und Weise aus dem Ruder laufen lässt, anstatt wie ein normaler ruhiger Mensch zu handeln.

Die Animation von Silver Link ist sehr rudimentär, was bei dieser Art von Serie jedoch nicht weiter stört und die Gesichtsausdrücke und Charaktere sind sehr lebendig und abwechslungsreich gestaltet. Das Opening ist sehr interessant gemacht mit der Metaphorik von Ketten von denen sich Tomoko befreien muss unterlegt durch einen kräftigen Rocksong und das Ending ist auch nicht schlecht, mit einem sehr deprimierenden doch irgendwie auch lustigen Songtext.

Fazit:
Tolle Kernidee und eine interessante Umsetzung. Es gab jetzt wirklich genug Stories über unbeliebte Jungs die plötzlich zu Mädchenmagneten werden oder die Welt retten. Wer selber früher einmal ähnliche Probleme wie Tomoko gehabt hat, wird diese Serie wahrscheinlich besonders unterhaltsam finden, da man sich mit ihrem Problemen identifizieren kann - auch wenn sie es nun wirklich zur Spitze treibt. Von der Thematik her musste ich sofort an Kimi ni Todoke denken, als ich zum ersten Mal von dieser Serie gehört habe. Aber der Unterschied könnte nicht größer sein - während die eine Serie die Protagonistin aufbaut, macht die andere sie nieder, dies aber auf eine kreative und lustige Weise.

Wer also nach Comedy der etwas anderen Art sucht, hat hier seine Serie gefunden!




1 Comments

wie heißt die sendung mit tomoko kuroki?ICH WÄRE SEHR DANKBAR FÜR EINE ANDWORD ^^